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Vorstellung: Mangaka Linux

Für Karl Tux Stadt:

Was ist Mangaka Linux?

Mangaka Linux ist eine Linuxdistribution die auf Ubuntu beruht. Es gibt sie in zwei Versionen: Mangaka One und Mangaka Chu. Im Laufe des Berichts werde ich auf beide Versionen eingehen. So viel vorneweg: die eine (One, auch Onee genannt, was „Schwester“ bedeutet) ist ein eher minimalistisches System mit LXDE Oberfläche während das andere (Chu, Anspielung auf „two“, englisch für „zwei“ und “chuu” bedeutet “Kuss”) ressourcenlastiger ist und mit GNOME arbeitet.
Zum ersten Mal herausgegeben wurde Mangaka Linux (One) am 11. Juli 2009 – es handelt sich also um eine junge Distribution. Informationen zu Chu kamen erst ende November des selben Jahres.

Für wen ist Mangaka Linux gedacht?

AnimeSoft International (kurz: AI; AI = jap.: Liebe) besteht aus Fansubbern (Leute, die selbst Untertitel für Serien/Filme/etc. übersetzen und schreiben) und Linuxnutzern.
Dementsprechend haben sie ihr Betriebssystem auch für ihre eigenen Bedürfnisse angepasst: Untertitel schreiben, im Internet surfen sowie die Wiedergabe und das Erstellen von Mediendateien.
Unter den mitgelieferten Programmen befindet sich auch (neben Standards wie Firefox und Gimp) Thunderbird (anstatt Evolution) und diverse Programme zum Verwalten von Videos und Comics sowie zum Erstellen von Untertiteln und wie um das Klischee des Mangafans zu erfüllen eine Art Rollenspiel (mit deutlichen Jump’N'Run-Anteilen).

Wie bekomme ich Mangaka Linux?

Auf der offiziellen Seite von AnimeSoft International (http://animesoft.wordpress.com) unter “Download” wird sowohl zum Torrent von One als auch von Chu verlinkt.
In meinem Fall verlief der One-Download sehr schnell, der Chu-Download läuft zum jetzigen Zeitpunkt immer noch.

Wo liegen die Unterschiede zwischen One und Chu?

Chu ist im Großen und Ganzen die aktuellere Version. Allerdings ist sie auch ressourcenlastiger (z.B. GNOME anstatt LXDE), größer (3GB gegen 2GB Torrent), braucht andererseits genau so viel Speicher auf der Festplatte wie One (8GB).
Beide laufen sowohl auf DesktopPCs als auch auf Note- und Netbooks und sollen einen Start von 8 bzw. 21 Sekunden (One) oder 9 bzw. 22 Sekunden (Chu; Desktop/Netbook) hinlegen können.
Genaue Informationen über den Unterschied der verwendeten Programme kann man unter DistroWatch nachlesen.

Erster Eindruck

Mein erster Eindruck von “One” ist recht positiv: es besticht durch ein helles Design und – dank LXDE – kurzen Ladezeiten sowie schnellen Reaktionen. Das Startmenü erinnert an jenes, welches bis zu Windows XP von Microsoft verwendet wurde.

Mein Hauptaugenmerk lag allerdings auf “Chu”, der großen Version. Beim Start fällt direkt auf: es ist sehr Googlelastig. Googles Programme sind allesamt vorinstalliert und man wird auch direkt von der GoogleToolbar begrüßt. Ansonsten sieht es fast genau wie One aus, Windows95-ähnliche Taskbar, die jedoch mit Funktionen von Windows7 auftrumpfen kann. Sie zeigt die Tasks einmal einzeln an (z.B. alle Ordner) und wenn man draufklickt öffnet sich ein kleines Fenster, welches alle Ordner noch mal mit einer Vorschau anzeigt.
Als Standardbrowser ist Opera vorgesehen, welcher allerdings per Hand installiert werden muss; dafür liegt auch ein .deb-Paket direkt auf dem Desktop. Auch dabei ist ein Spiel mit hohem Suchtfaktor: Nanaca-Crash. Im Spiel muss man einen Passanten mit dem Fahrrad anfahren damit er möglichst weit fliegt (ähnlich wie bei Yetisports).

Fazit

Lohnt sich sicher für Mangakas (einleuchtend, bei dem Namen), für die breite Öffentlichkeit weist das Betriebssystem zu wenig Eigenentwicklungen auf.
Ein großer Kritikpunkt ist die Sicherheit: Der Rootuser heißt immer “mangaka” und das Passwort ist immer “one” oder “chu”, ne nach Version.

Screenshots
zum Album

Abgelegt unter Mein Leben mit Linux.

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Eine Antwort

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  1. Exotische Linux-Distributionen - Mangaka Linux : Karl-Tux-Stadt hat zu diesem Beitrag verlinkt. on 17. Januar 2010

    [...] von http://www.dersommer07.de/ hat nun auch seinen schriftlichen Beitrag für die Blogparade der exotischen [...]



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