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Warum eigentlich… Ubuntu?

Bei DRice gefunden und von Roland Baldenhofer ins Leben gerufen: Die Blogparade “Betriebssystem- oder Distributionumstieg”

Kurz und knackig: Es geht darum, warum ich von Windows XP auf Ubuntu Linux umgestiegen bin.

Habt ihr euch stark über andere Möglichkeiten informiert?
Kein bisschen. Ich wusste von openSUSE und Knoppix. Zur Veröffentlichung von openSuse 10.1 hab ich’s mir mal installiert und war wenig begeistert: mir fehlten einfach meine setup.exe-Dateien, dank denen die Installation von diversen Programmen absolut idiotensicher ist. Außerdem fehlte mein MSNplus, welches ich zugegebenermaßen jetzt ab und an immer noch vermisse. Meine zweite Linuxerfahrung machte ich mit Knoppix. Eines unliebsamen Tages schrotte ich mein Windows et rien n’alla plus – nichts ging mehr. Hilfe suchend wand ich mich an den bunten Guru und dieser empfahl mir es mit einer Linux-Live-Distribution, bspw. eben Knoppix, zu versuchen. Ich bootete von CD und war erst einmal überrascht, dass ein Betriebssystem auf CD wirklich funktioniert und danach überglücklich, dass ich meine geliebten Daten auf eine externe Festplatte übertragen konnte. Da war ich schon versucht auf Linux umzusteigen, allerdings saß der erste Schock noch zu gewaltig (warum haben mich eigentlich wie Wincrashs nie so geschockt?).

Was war schlussendlich der Grund für den Umstieg?
Die reine Neugierde. Windows hatte wider eventuellen Erwarten keinen Crash, sondern meine Neugierde hatte einfach gesiegt. Ich hab schon von Ubuntu gehört, konnte mir aber nie was darunter vorstellen. Ich lud es einfach runter, bannte und brannte es auf CD und installierte es auf eine eigene Partition – das war Anfang 2009. Da ich zwischenzeitlich immer noch mehr Windows als Ubuntu nutzte, nichtsdestoweniger trotzdem Linux ausprobieren wollte sammelte ich Informationen über das erste Problem: dem Fritz!WLAN-Usb-Stick unter Ubuntu 8.10. Ubuntuusers.de war dabei die Internetseite meiner Wahl. Mit dem Wissen im Gepäck und den wichtigen Dateien abgesichert ging es dann an den großen Wechsel: Festplatte formatieren, Ubuntu installieren. Der Kampf dauerte länger als erwartet, da ich mit dem Terminal und allgemein mit Linux noch keine Erfahrung hatte, trotzdem war er siegreich: Ich hatte Internet und das (mit etwas Hilfe) ganz alleine eingerichtet.

Was war vorher schöner, besser, schneller, toller?
Ganz klar: Die Spieleunterstützung. Da ich allerdings durch WINE mein absolutes Lieblingsspiel (HoMM III)auch unter Ubuntu spielen kann, ist das nicht weiter dramatisch.

Was ist jetzt besser, schneller, schöner, toller?
Die Community (insb. ubuntuusers.de – ihr merkt, ich hab mich verliebt), die auf fast jede Frage eine Antwort und mir auch nach dem Upgrade auf Ubuntu 9.04 wieder ins Internet geholfen hat. Da bleibt noch die Paketverwaltung, mit der man fast jedes Programm noch bequemer installieren kann als unter Windows. Außerdem die Möglichkeit seinen Desktop (bei mir: GNOME) frei und hübsch zu gestalten und zudem geht Ubuntu sparsam mit den Ressourcen meines PCs um, die sind sowieso knapp bemessen.
Durch die etwas beschränkte Spielauswahl hab ich aber auch Sauerbraten kennengelernt, welches mittlerweile auch bei meinen Freunden zum must-have avancierte. Wer weiß, vielleicht folgt Linux bald.

Bereut ihr euren Umstieg?
Nein, in keinster Weise.

Würdet ihr Anderen diesen Umstieg empfehlen?
Auf jeden Fall.

Gibt es Kostengründe oder Supportgründe für einen Umstieg?
Nein, außer vielleicht mein Gefallen an der Idee der freien Software.

Abgelegt unter Mein Leben mit Linux, Netzfundstücke.

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